Wozu?

Die Philomantik© bietet die Möglichkeit unser wahres Selbst widerzuspiegeln, denn willentlich können wir das Unbewusste nicht ins Bewusstsein rufen. Um jedoch in unserem Äußeren angenehme Rahmenbedingungen zu schaffen, bedarf es einer inneren Glückseligkeit; oder um es mit Fontanes Worten auszudrücken: »Wer schaffen will, muss fröhlich sein!« Denn das Innere und Äußere bedingt sich ebenso gegenseitig, wie das Dies- und Jenseitige; beides lässt sich nicht voneinander trennen, sondern bildet als Ganzes eine Einheit. Je weiter wir uns von unserem Selbst entfernen, desto größer wird die Diskrepanz zwischen Körper, Geist und Seele. Dies sorgt, meist unbewusst, für Spannungen, die uns stets unausgeglichener und energieloser werden lassen. Da dies auf sehr subtile Weise geschieht, führen wir unsere Unstimmigkeiten meist eher auf äußere Umstände zurück. Diese versuchen wir deshalb auch im Außen zu kompensieren, weil wir nicht erkennen, dass unsere Befindlichkeit eine Resonanz auf unsere seelische Verfassung ist. Jegliche Kompensation wird die Problematik deshalb bestenfalls kurzfristig überdecken, die tiefer liegenden Ursachen aber nicht wirklich beheben.


Wie es um unser seelisches Wohlbefinden steht, sehen wir anhand positiver oder negativer Gefühlsäußerungen. Diese werden in der Regel zwar wahrgenommen, der Grund weshalb wir uns gerade so oder so fühlen bleibt uns aber oftmals verborgen. Schon allein deshalb, weil der Alltag uns bisweilen die verschiedensten Rollen auferlegt, die überhaupt nicht unserer eigentlichen Persönlichkeit entsprechen. Und dies führt leider häufig dazu, dass wir immer mehr den Kontakt zu unserem wahren ICH verlieren.  
So wie sich die Seele des Körpers bedient, um sich uns verständlich zu machen, können wir umgekehrt durch verschiedene Hilfsmittel (Karten etc.) zu unserem Innersten finden. Zur Sichtbarwerdung des seelischen Bewusstseins in Form einer bildhaften Darstellung dienen die Karten als Medium. Das Mischen und Ziehen der Karten erfolgt intuitiv, wodurch das Unbewusste an größerer Präsenz gewinnt und das rationale Denken in den Hintergrund tritt. Dieser tiefenpsychologische Aspekt findet sich beispielsweise auch in der Traumdeutung, Hypnose etc. wieder.

Wie funktioniert die Philomantik©?

Das Kartenbild ist, wie bereits erwähnt, ein Spiegelbild unseres seelischen Bewusstseins. Unsere Seele ist präexistent und von daher kein unbeschriebenes Blatt, denn sie trägt Informationen aus unserer Vergangenheit und Zukunft in sich. Der Wunsch zur göttlichen Einheit zurückzukehren ist ihr inhärent, deswegen ist die Ur-Sehnsucht des Menschen auch bedingungslose Liebe und Vollkommenheit. Dem göttlichen Funken, der jedem Lebewesen innewohnt, ist es letztlich zu verdanken, dass wir während des Kartenlegens einen Zustand erreichen, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins werden lässt. Durch ihn ist es möglich zukünftige Ereignisse im Vorfeld zu betrachten. Beispielhaft hierfür ist die Inschrift »Erkenne dich selbst« über dem Tempeleingang des aus dem antiken Griechenland bekannten »Orakel von Delphi«. Für den rationalen Verstand mag das alles unmöglich klingen, aber meine langjährige Beschäftigung mit den Karten liefert mir tagtäglich den Beweis dafür, dass es funktioniert.

Wie kann die Philomantik© sinnvoll genutzt werden?

Das Kartenbild offenbart die weitere Zukunftsentwicklung nach unserem derzeitigen Status quo. Sollten sich nun unliebsame Ereignisse ankündigen, haben wir je nach Sachlage die Möglichkeit diese zu korrigieren. Denn die Problematik basiert meist aufgrund mangelnder Erkenntnis, welche durch die Vorausschau ausgeglichen werden kann.

Aufgrund der Wissenserweiterung können wir besonnener und zielorientierter handeln. Und selbst in den Fällen, wo unser Handlungsspielraum eingeschränkt ist (Kündigung, Trennung etc.) können wir uns auf diesen Umstand einstellen, die entsprechenden Maßnahmen einleiten und haben somit wesentlich bessere Karten, als wenn es uns unvorbereitet treffen würde.

Was steckt hinter der Philomantik© Begründung?

Der wichtigste Faktor bei einer Lebensberatung ist, das Wissen der eigenen Erfahrung zu nutzen, ohne dies jedoch als Maßstab aller Dinge zu sehen. Es bedarf einer offenen Geisteshaltung nach allen Richtungen, da es niemals nur die eine Wahrheit geben kann. So können beispielsweise zwei gleiche Ereignisse aufgrund unterschiedlicher Motivation zu völlig verschiedenen Resultaten führen. Hinzu kommt, dass wir zwar dem universellen Gesetz unterliegen, die Welt aber dennoch subjektiv wahrnehmen. Wir können die Welt nur gemäß unseres Bewusstseinszustandes wahrnehmen und verstehen. Diese Tatsache muss bei jeglichen Ratschlägen unbedingt Berücksichtigung finden. Somit bedarf es einer absoluten wertfreien Einstellung gegenüber jeglichen Glaubenssätzen und Lebenseinstellungen. Diese Voraussetzung bietet einzig die Philosophie, da sie bei der Suche nach Wahrheit und Weisheit alle Betrachtungsmöglichkeiten zulässt. Sie ist nicht nur auf eine bestimmte Wissenschaft ausgerichtet, ihr ist die Logik zu eigen und sie ermuntert zu neuen und eigenen Gedanken. Sie folgt althergebrachten Meinungen nicht blind, sondern stellt sie gegebenenfalls in Frage. Was früher Gültigkeit besaß, kann heute durchaus verkehrt sein. Zusammenfassend bringt dies ein Zitat von »Paul Brunton« aus seinem Buch »Philosophie als Einweihungsweg« sehr schön zum Ausdruck: »Philosophische Untersuchungen heißen erhabene, kluge und inspirierende Ideen jeder Richtung, jeder Religion und aus jedem Jahrhundert willkommen. Eine so breitangelegte Anschauung nährt Toleranz, erweitertes Wissen und fördert den guten Willen.«


Somit bildet die Mantik (psychologischer Aspekt) mit der Philosophie eine erstrebenswerte Symbiose!


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