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Philomantik©
Meiner Kreation entspringt die Philomantik,...
sie basiert auf einer Synthese zwischen Philosophie – wörtlich »Liebe zur Weisheit« (›philia‹ bedeutet ›Liebe‹ (im Sinne von gegenseiter Freundschafts- bzw. Interessenliebe), ›sophia‹ bedeutet ›Weisheit‹) und Mantik (Kunst der Zukunftsdeutung), in Verbindung mit den Karten auch Kartomantie oder Chartomantik genannt.
Sinn einer Kartenlegung
Wozu?
Die Kartomantie bietet die Möglichkeit unser wahres Selbst widerzuspiegeln, denn willentlich können wir das Unbewusste nicht ins Bewusstsein rufen. Um jedoch in unserem Äußeren angenehme
Rahmenbedingungen zu schaffen, bedarf es einer inneren Glückseligkeit; oder um es mit Fontanes Worten auszudrücken: »Wer schaffen will, muss fröhlich sein!« Denn das Innere und Äußere bedingt
sich ebenso gegenseitig, wie das Dies- und Jenseitige; beides lässt sich nicht voneinander trennen, sondern bildet als Ganzes eine Einheit. Je weiter wir uns von unserem Selbst entfernen, desto
größer wird die Diskrepanz zwischen Körper, Geist und Seele. Dies sorgt, meist unbewusst, für Spannungen, die uns stets unausgeglichener und energieloser werden lassen. Da dies auf sehr
subtile Weise geschieht, führen wir unsere Unstimmigkeiten meist eher auf äußere Umstände zurück. Diese versuchen wir deshalb auch im Außen zu kompensieren, weil wir nicht erkennen, dass unsere
Befindlichkeit eine Resonanz auf unsere seelische Verfassung ist. Jegliche Kompensation wird die Problematik deshalb bestenfalls kurzfristig überdecken, die tiefer liegenden Ursachen aber nicht
wirklich beheben.
Wie es um unser seelisches Wohlbefinden steht, sehen wir anhand positiver oder negativer Gefühlsäußerungen. Diese werden in der Regel zwar wahrgenommen, der Grund weshalb wir uns gerade so
oder so fühlen bleibt uns aber oftmals verborgen. Schon allein deshalb, weil der Alltag uns bisweilen die verschiedensten Rollen auferlegt, die überhaupt nicht unserer eigentlichen Persönlichkeit
entsprechen. Und dadurch verlieren wir immer mehr den Kontakt zu unserem wahren ICH.
So wie sich die Seele des Körpers bedient, um sich uns verständlich zu machen, können wir umgekehrt durch verschiedene Hilfsmittel wie z.B. Kartenlegen zu unserem Innersten finden. Zur
Sichtbarwerdung des seelischen Bewusstseins in Form einer bildhaften Darstellung dienen die Karten als Medium. Das Mischen und Ziehen der Karten erfolgt intuitiv, wodurch das
Unbewusste an größerer Präsenz gewinnt und das rationale Denken in den Hintergrund tritt. Dieser tiefenpsychologische Aspekt findet sich beispielsweise auch in der Traumdeutung,
Hypnose etc. wieder.
Wie funktioniert die Kartomantie?
Das Kartenbild ist, wie bereits erwähnt, ein Spiegelbild unseres seelischen Bewusstseins. Unsere Seele ist präexistent und von daher kein unbeschriebenes Blatt, denn sie trägt Informationen aus
unserer Vergangenheit und Zukunft in sich. Der Wunsch zur göttlichen Einheit zurückzukehren ist ihr inhärent, deswegen ist die Ursehnsucht des Menschen auch bedingungslose Liebe und
Vollkommenheit. Dem göttlichen Funken, der jedem Lebewesen innewohnt, ist es letztlich zu verdanken, dass wir während des Kartenlegens einen Zustand erreichen, der Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft eins werden lässt. Durch ihn ist es möglich zukünftige Ereignisse im Vorfeld zu betrachten. Beispielhaft hierfür ist die Innschrift »Erkenne dich selbst« über dem Tempeleingang des aus
dem antiken Griechenland bekannten »Orakel von Delphi«. Für den rationalen Verstand mag das alles unmöglich klingen, aber meine langjährige Beschäftigung mit den Karten liefert mir tagtäglich den
Beweis dafür, dass es funktioniert.
Wie kann das Kartenlegen sinnvoll genutzt werden?
Das Kartenbild offenbart die weitere Zukunftsentwicklung nach unserem derzeitigen Status Quo. Sollten sich nun unliebsame Ereignisse ankündigen, haben wir je nach Sachlage die Möglichkeit diese
zu korrigieren. Denn die Problematik basiert meist aufgrund mangelnder Erkenntnis, welche durch die Vorausschau ausgeglichen werden kann. Aufgrund der Wissenserweiterung können wir besonnener und
zielorientierter handeln. Und selbst in den Fällen, wo unser Handlungsspielraum eingeschränkt ist ( z. B. Kündigung, Trennung etc.) können wir uns auf diesen Umstand einstellen, die
entsprechenden Maßnahmen einleiten und haben somit wesentlich bessere Karten, als wenn es uns unvorbereitet treffen würde.
Warum gerade eine Verbindung zwischen Philosophie und Zukunftsdeutung (Mantik)?
Der wichtigste Faktor bei einer Lebensberatung ist, das Wissen der eigenen Erfahrung zu nutzen, ohne dies jedoch als Maßstab aller Dinge zu sehen. Es bedarf einer offenen Geisteshaltung nach
allen Richtungen, da es niemals nur die eine Wahrheit geben kann. So können beispielsweise zwei gleiche Ereignisse aufgrund unterschiedlicher Motivation zu völlig verschiedenen Resultaten führen.
Hinzu kommt, dass wir zwar dem universellen Gesetz unterliegen, die Welt aber dennoch subjektiv wahrnehmen. Wir können die Welt nur gemäß unseres Bewusstseinszustandes wahrnehmen und verstehen.
Diese Tatsache muss bei jeglichen Ratschlägen unbedingt Berücksichtigung finden. Somit bedarf es einer absoluten wertfreien Einstellung gegenüber jeglichen Glaubenssätzen und Lebenseinstellungen.
Diese Voraussetzung bietet einzig die Philosophie, da sie bei der Suche nach Wahrheit und Weisheit alle Betrachtungsmöglichkeiten zulässt. Sie ist nicht nur auf eine bestimmte Wissenschaft
ausgerichtet, ihr ist die Logik zu eigen und sie ermuntert zu neuen und eigenen Gedanken. Sie folgt althergebrachten Meinungen nicht blind, sondern stellt sie gegebenenfalls in Frage. Was früher
Gültigkeit besaß, kann heute durchaus verkehrt sein. Zusammenfassend bringt dies ein Zitat von »Paul Brunton« aus seinem Buch »Philosophie als Einweihungsweg« sehr schön zum Ausdruck:
»Philosophische Unter-suchungen heißen erhabene, kluge und inspirierende Ideen »jeder Richtung«, jeder Religion und aus jedem Jahrhundert willkommen. Eine so breitangelegte Anschauung nährt
Toleranz, erweitertes Wissen und fördert den guten Willen.«
Somit bildet die Mantik (psychologischer Aspekt) mit der Philosophie eine erstrebenswerte Symbiose!
