Henning Fischer ist ein deutscher Theologe, Philosoph und Begründer der Evolutionstheosophie.
Leben
Das Studium der evangelischen Theologie absolvierte er in Marburg und Göttingen. Entgegen seiner ursprünglichen Intention ging er nicht in den kirchlichen Dienst, sondern legte eine Diplomprüfung in 1989 ab und trat anschließend aus der Kirche aus. Die Kirchenmitgliedschaft war Voraussetzung, das Studium beenden zu können. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen den Neuplatonismus, Mystik, Theosophie sowie Kosmologie.
Seine Tätigkeit als Bestatter und freier Grabredner sensibilisierte ihn für alle Fragen zum Thema Tod sowie Trauerbegleitung. Seit 2009 widmet er sich verstärkt seiner schriftstellerischen Tätigkeit, hält Vorträge und stellt seine Kompetenz als überkonfessioneller Grabredner sowie alternativer Bestatter (Übergabe der Urne) bundesweit an.
Fischer übt harsche Kritik an den institutionalisierten Kirchen. Sie seien heuchlerische antichristliche Organisationen, die den Namen Jesu missbrauchen, um eigensüchtig Macht und Profit zu generieren. Letztendlich würden sie den Suchenden nicht helfen, sondern die Gläubigen erneut in einem raffinierten Ablasshandel unfreiheitlich binden. Fischers christliche Religion ist eine überkonfessionelle Weltreligionen ohne Dogmen und rituellem Blendwerk. Er orientiert sich dabei kaum an der Bibel, sondern vielmehr an einer interdisziplinären philosophischen Annäherung. Seine mystischen Vordenker sind u.a. Platon, Plotin, Origenes und Meister Eckhart. Die Reinkarnation sowie die Vorstellung der Apokatastasis sind für den außerkirchlichen Freidenker christliches Gedankengut.
Als Begründer der Evolutionstheosophie versucht er die neuplatonische Philosophie mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden. Der Homo sapiens würde nicht von Tieren abstammen, sondern wäre eine Materialisation ehemals geistiger Wesen (Engel).